Bestattungsinstitut Domstede

typologie

Bestattungszentren

ort

Utrecht (NL)

klient

DELA Versicherung und Bestattungsvorsorge Eindhoven

Der Standort dieses Krematoriums befindet sich an einem besonderen Ort entlang des Proostwetering in Utrecht [Leidsche Rijn]. Das skulpturale Gebäude mit seinen natürlichen, runden und organischen Formen steht in direkter Verbindung mit der Umgebung. Die verputzten Fassaden verstärken diese Formen und haben einen einladenden, warmen und weichen Charakter. Auffällig und charakteristisch für dieses Gebäude sind die enormen Überhänge. In den Fassaden wurden auf natürliche Weise große Öffnungen geschaffen. Diese Fenster mit vertikalen Linien sorgen für viel Licht und verstärken die Interaktion zwischen Innen und Außen. Ein verlängertes Portal, das den Haupteingang akzentuiert, führt die Besucher durch den ‚interessierten Raum‘ zum imposanten runden Auditorium.

Ein Krematorium wird immer ein einzigartiges Gebäude bleiben. Obwohl der Tod untrennbar mit dem Leben verbunden ist, ist der Tod eines Mitmenschen immer ein großes Ereignis. Angehörige wünschen sich in dieser Situation nichts mehr, als sich würdig und sinnvoll von ihrem verstorbenen Partner, Sohn, Tochter, Mutter, Vater, Freund oder Freundin zu verabschieden. Außerdem tun sie dies gemeinsam; gemeinsam teilen sie ihre Trauer, gemeinsam trauern sie, gemeinsam verabschieden sie sich vom Leichnam des Verstorbenen, gemeinsam „feiern“ sie das Leben des Verstorbenen und gemeinsam suchen sie nach dem wahren Sinn des Lebens. Angehörige tun dies, egal ob umgeben von der notwendigen Spiritualität und/oder ideologischen Ritualen, die den Angehörigen beim und beim Abschied helfen können. All dies erfordert, dass Krematorien beruhigende, heitere und begegnungsorientierte Gebäude sind, Gebäude, die den Angehörigen in ihrem persönlichen Trauer- und Bewältigungsprozess helfen, Gebäude, an die sich die Angehörigen noch lange erinnern werden.

Dieses besondere Gebäude wirkt durch die organischen Formen zurückhaltend und dennoch markant. Dies ist nicht nur von außen sichtbar, sondern wird auch konsequent in der Gestaltung aller Innenräume umgesetzt. Darüber hinaus sorgen große Glaswände für viel Licht und direkten Kontakt mit der parkähnlichen Umgebung, die die Gestaltung des Gebäudes fortsetzt.

Der Grundriss wird dann so gestaltet, dass jeder seinen eigenen Weg geht, der nur auf Wunsch den anderen kreuzt. Die Familie hat einen anderen Eingang als die eingeladenen Besucher. Zum Beispiel kann sich die Familie vor dem Meeting in einem kleinen, intimen Raum versammeln und die geladenen Gäste im Auditorium treffen. Es ist hoch, offen, hell und geräumig. Schließlich finden hier die Abschiedszeremonie, das Gedenken und der Abschied des Verstorbenen statt. Auch für den angrenzenden Friedhof gibt es viele Dienste: Einer der Gründe dafür, dass sich der Raum nach außen öffnet, mit großen Fenstern, die das Äußere sozusagen nach innen ziehen.

Die Glasöffnungen und das große runde Oberlicht lassen das Auditorium in der Wahrnehmung der Besucher etwas „schweben“ und ziehen die Landschaft auch von außen nach innen. Dies verleiht dem Auditorium einen sakralen und doch intimen Charakter, der den Abschied von Angehörigen persönlicher macht. Sie verleiht dem Gebäude eine natürliche Handschrift, die durch die frische Farbgebung im Innenraum verstärkt wird. Das Auditorium verfügt über 165 Sitzplätze und Platz für weitere 250 Stehplätze. Damit können Angehörige den Abschied nach eigenen Wünschen gestalten.

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