DaCapo College

typologie

Bildung

ort

Sittard (NL)

klient

Dacapo Sittard-Stiftung

Das DaCapo College in Sittard hat durch die Kombination von Renovierung und Neubau ein nachhaltiges und zeitgemäßes Bildungsumfeld geschaffen. Ein bestehendes HEAO-Gebäude wurde zu einem zeitgemäßen Bildungskomplex aufgewertet und durch einen passenden Neubau ergänzt.

Darüber hinaus werden derzeit Pläne vorbereitet, kurzfristig neben diesem Gebäude eine neue Sportanlage [mit 4 Turnhallen, Gymnastikhalle, Trampolinhalle und Besprechungsraum] zu realisieren.

Die Umgestaltung des bestehenden HEAO-Gebäudes in ein Bildungsgebäude für Schüler im Alter von 12 bis 16 Jahren war die Herausforderung dieser Entwurfsaufgabe. Fünf verschiedene Schulen waren in einem Gebäude untergebracht. Das Programm musste teils in den Konturen eines Bestandsgebäudes und teils im zu realisierenden Neubau konzipiert werden. Das Bestandsgebäude besteht aus fünf nahezu identischen Gebäudeteilen gleicher Größe. Diese Gebäudeteile sind plattenartig angeordnet, wobei jedes Gebäudeteil eine andere Gebäudehöhe hat, die von einer Gebäudeschicht bis zu fünf Gebäudeschichten reicht. Dieselbe Struktur wurde im Ausbau weitergeführt, wobei die Verbindung zwischen Bestehendem und Neuem in einem transparenten 2-Schicht-Element umgesetzt wurde. Die Logik und Klarheit des Gebäudes sowie der Maßstab sind daher vollkommen im Gleichgewicht und erwecken den Eindruck, es sei schon immer ein Schulgebäude gewesen. Darüber hinaus wurden umfangreiche Studien durchgeführt, um den Fassaden ein völlig neues und zeitgemäßes schulisches Erscheinungsbild zu verleihen.

Von dem ursprünglichen Gebäude wurde nur die Betonschale von Stützen und Böden erhalten und komplett aufgewertet. Neben den vielen in unterschiedlichen Größen realisierten Bildungsräumen, Laboren, Fachräumen, Nebenräumen, Büroräumen, Beratungsräumen etc. verfügt das Gebäude auch über Praxisräume. Für den Technikbereich wurde ein Baustein realisiert, in dem Lehrveranstaltungen in Grafikdesign, Logistik, Bautechnik, Maschinenbau und Fahrzeugtechnik sowie Theorieräume angeboten werden. Das Gebäude wird von rund 1.200 Studierenden und 120 Mitarbeitern genutzt.

Die Struktur des Bestandsgebäudes ist klar: Vier quadratische Mehrschichtelemente sind mit einem orthogonalen Mittelkern verbunden. Diese quadratischen Elemente haben alle das gleiche Haupttragwerk bestehend aus vier Säulen im Abstand von ca. 8 m in der Mitte jedes Geschossfeldes.

Diese Struktur wurde, wie oben beschrieben, im neuen Teil konsequent fortgeführt. Diese klare und einfache Haupttragstruktur ermöglichte eine nahezu freie Aufteilung des Gebäudes: Einzige Voraussetzung waren die vorhandenen Toiletten und Treppenhäuser. Da Träger und ‚Einbau‘ voneinander getrennt sind, wird das Gebäude als völlig neu erlebt.

Äußerlich ist das Gebäude ein markantes Erscheinungsbild. Wie oben angedeutet, wurden die Fassaden komplett neu gestaltet und weisen ein zeitgemäßes Design auf. Der Übergang von innen nach außen ist natürlich und zugleich logisch und somit vollkommen stimmig. Neben einer weiteren Sekundarschule am Anfang eines Gewerbegebiets gelegen, ist dieser Bildungskomplex ein Wahrzeichen der Region.

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